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Eichis Weblog
come in and open your mind ;)

Tübinger High-Tech-Kopierer der Bibliothek mit Virus verseucht

Als ich und meine Freundin Exfreundin heute Mittag in die Bibliothek des Brechtbaus gegangen sind um dort ein paar Blätter zu kopieren, fiel mir im Kopierraum dieses High-Tech Kopiergerät auf.

Dies kann bzw. konnte Bücherseiten kopieren und als PDF auf einen privaten USB-Stick oder eine Speicherkarte abspeichern.

Erst als ich mir die Hardware betrachtet hatte, fiel mir ins Auge, dass auf dem Bildschirm ein Fenster mit Standard Windows XP Fensterdekoration mitten auf dem Bildschirm zu sehen war. Es handelte sich um eine Antivir(tm) Meldung, die verlauten lies, dass sich auf dem System ein Trojaner/Virus befinden würde.

Der Scanner wurde von der Firma Zeutschel entwickelt, deren Firmenslogan "Die Zukunft der Vergangenheit" lautet. Mit Zukunft meinen sie wohl Bücher in digitaler Form, mit Vergangenheit Windows XP als enbedded system.

In dieses kompromittierte Gerät sollen Studenten und Studentinnen nun den Studentenausweis und ihr privates Speichermedium stecken. Ich möchte gar nicht wissen, wo die dort enthaltenen Daten überall landen könnten.

Dann lieber doch von Papier zu Papier.....

Artikelempfehlung: Erklärung der Finanzkrise in 10 Grafiken

Finanzkrise: Wo ist das ganze Geld geblieben? ZEIT ONLINE zeigt auf anschauliche Art und Weise in 10 Grafiken die ausschlaggebenden Zusammenhänge der momentanen Finanzkrise und lässt erahnen, dass sie sich auf Kurz oder Lang nur durch Steuergeldergeschenke nicht beheben lässt.

Wechseln von Google auf Ixquick unter Firefox

Vor einiger Zeit habe ich mich entschlossen, Googles Suchmaschine weitestgehend den Rücken zu kehren.
Ich werde mein Glück nun mit der datenschutzfreundlicheren Suchmaschine ixquick.com versuchen.
Zur Information ein paar Zitate zu Ixquick aus der Wikipedia:

    Ixquick ist eine aus den Niederlanden stammende Metasuchmaschine, die sich freiwillig verpflichtet, private Daten von Nutzern nicht zu erfassen oder zu speichern. Suchanfragen startet Ixquick unter einer festen IP-Nummer.

    Laut Selbstauskunft werden die Logdateien mit den Anwenderbezogenen persönlichen Daten nach spätestens 48 Stunden gelöscht, um einen optimalen Datenschutz gewährleisten zu können. Durch Überschreiben der Logdateien mit neuen Logs soll ein eventuelles Rekonstruieren verhindert werden und somit sicher gestellt werden, dass nicht mehr auf den Nutzer geschlossen werden kann. Die genannte befristete Speicherung der Daten findet zum Zwecke der Analyse und zur Erstellung von Statistiken statt;

    Ixquick kombiniert mehrere Suchmaschinen, um relevante Ergebnisse zu erzielen. Dabei werden die relevanten Ergebnisse durch ein Sternsystem gekennzeichnet. Jedem Ergebnis wird ein Stern pro Suchmaschine zugeteilt, die das Suchergebnis unter den zehn besten Resultaten bewertet hat (comparative analysis algorithm).

    Quelle: de.Wikipedia.org:Ixquick , Stand: 18.10.08

Klingt für mich eigentlich recht sympatisch. Ob jetzt alles 100%ig stimmt, kann ich natürlich nicht wissen, aber schlimmer als das Datenmonopol Google kann es ja kaum sein ;)

Technisch in Firefox relativ einfach umzusetzen:

  1. Google aus der Such-Engine Liste rechts oben unter dem Menüpunkt "Manage Search Engines..." entfernen.
  2. Auf dieser Seite Ixquick SSL - ;Sprache; in der gewünschen Sprache auswählen, um die Such-Engine in Firefox hinzuzufügen.
  3. Um die automatische Suche von Firefox bei Google in der Adressleiste zu verhindern, about:config in die Adressleiste eingeben und nach "keyword.URL" suchen. Dort Googles URL löschen und stattdessen per Doppelklick "https://ixquick.com/do/metasearch.pl?pl=ff;cat=web;query=" eingeben.

Zufrieden bin ich mit den Suchergebnissen eigentlich schon, nur in seltenen Fällen, benutze ich noch Googles Suchdienst, wenn ich bei
ixquick nichts passendes finde.
Am meißten fehlt mir die Funktion "Meinten Sie etwa:" von Google ;)

Benutzte Quellen: kaffeering.de

Unverhältnismäßig selektive Fahrzeug- und Personenkontrolle von Migranten der Polizei Tübingen

Heute beobachtete ich zufällig eine schon seit Tagen stattfinden zu scheinende Fahrzeugkontrolle in Tübingen am großen Busbahnhof.

Aufgefallen ist mir, dass zu jenem Moment, als ich den Ort passierte, 3 Autos von Migrantenfamilien überprüft wurden. Auch das vierte herausgewunkene Auto war wieder eines einer Migrantenfamilie. Der erste Satz des Beamten war "Guten Tag, allgemeine Polizeikontrolle".
Das Wort "allgemein" kann natürlich in vielerlei Hinsicht gedeutet werden.

Diese Selektion halte ich für sehr problematisch, da sie den Anschein erweckt, Migranten sind potentiellere Straftäter.

Da fällt mir doch so gern wieder der Satz "Deutschland - zu Gast bei Freunden ein".

Wer selbst schon einmal in einer Polizeikontrolle war, kennt das unangenehme Gefühl, der glotzenden Passanten, die einem das Gefühl geben, man wäre kriminell.

Dieser Art der sozialen Repression kann ich kein Fünkchen Gutes abgewinnen.
Ggf. sollte darüber nachgedacht werden, dass Polizeikontrollen selektiert von programmierten Zufallsgeneratoren nach dem einfachen Abzähl-Prinzip getätigt werden müssen.

Ich werde die Sache im Auge behalten....

Musiktipp: Die Firma - Kein Ende in Sicht

Passend zur Auseinandersetzung mit der rechts-konservativen Gruppierung "Pro Köln"


*update* jetzt sollte der Video funktionieren

Artikelempfehlung: Überwachung der Bürger auf Verdacht geringfügiger Vergehen in England

Der Artikel Überwachung: Kameras gegen kleine Sünder auf ZEIT ONLINE beleuchtet einen Fall in England, bei welchem eine Familie wohl 24 Stunden per Videokamera überwacht wurde, weil sie ihre Tochter womöglich an einer Schule außerhalb des Einzugsgebietes angemeldet hatten. Dies sei bei weitem kein Einzelfall mehr, was die sperrlich überhaupt existierenden Zahlen aufzeigen. Die Kameras dienten einst zur Terrorabwehr, die Befugnisse wurden bis heute in fast jederlei Hinsicht ausgeweitet. Nähres dazu im Artikel.

Ähnliches könnte sich auch hier zu Lande Schritt für Schritt anbahnen...

Artikelempfehlung: Einführung in die Künstliche Intelligenz

Empfehlen kann ich den Artikel Douglas Hofstadter: Ein Gespräch über Grenzen Künstlicher Intelligenz auf ZEIT ONLINE. Eine nette Einführung in die Grenzen und Fortschritte der Künstlichen Intelligenz.
Ein kurze Stelle, die mir sehr gefallen hat und welche euch den Artikel schmackhaft machen soll, gleich vorweg:

ZEIT Campus: Könnten Sie ein konkretes Beispiel für solch eine Mikrowelt geben?

Hofstadter: Ich spreche von winzigen Analogien und Analogieschlüssen. Zum Beispiel die Frage: Wenn die Buchstabenfolge ABC zu ABD wird, wozu wird dann die Buchstabenfolge PQR? Das ist eine Aufgabe, für die fast jeder erwachsene Mensch die Lösung PQS anbietet. Diese Antwort ist von zahlreichen stillschweigenden und nicht zuletzt ästhetischen Voraussetzungen bedingt. Schließlich böte sich auch PQD als Antwort an, nach dem Prinzip: Der letzte Buchstabe wird durch D ersetzt. Oder auch ABD, nach dem Prinzip: Jede Buchstabenfolge wird durch ABD ersetzt. Meine besten Doktoranden verbringen mehrere Jahre damit, Programme zu schreiben, die solche Probleme bearbeiten können. [....]

ZEIT Campus: Und mit der Lösung solcher Aufgaben haben die besten Programme Probleme?

Hofstadter: Die Frage ist bereits, was es bedeutet, "Probleme mit der Lösung zu haben". Instinktiv würden wir im ersten Fall sicher nicht an PQD als Lösung denken. Andererseits verstehen wir schon, wie man auf diesen Vorschlag kommen kann. Und schlägt uns einer ABD als Lösung vor, denken wir vielleicht, was für ein Schelm, und lachen dann gemeinsam. Aber ein Computerprogramm findet die Lösung ABD einfach nicht lustig. Das ist nur ein winziges Beispiel, das zeigt, wie unermesslich komplex die Leistungen des menschlichen Geistes sind.

Des weiteren wird der Turing-Test erklärt, über das "Ineinander leben" von Menschen philosophiert, die Qualität von kopierten Gehirninhalten erläutert, über die Angst vor Prostatakrebs von Robotern gewitzelt und vielem mehr. Empfehlenswert!

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